Cook for Peace

September 07, 2014






Cook for Peace - Ein Blog Event

Ich habe die letzten Wochen wirklich lange überlegt, ob ich mit meinem Mini-Blog wirklich ein Blog-Event starten soll und dann auch noch ein solches, was auf die Konflikte dieser Welt aufmerksam machen soll. Ich habe mir Fragen gestellt wie: Ist es albern mit meinem kleinen Blog ein solches Event zu starten? Wird überhaupt jemand mitmachen?

Wie Ihr seht, habe ich mich nun dafür entschieden, denn ich finde die täglichen Nachrichten und Bilder der letzten Wochen so schrecklich, dass ich nicht mehr einfach nur zuschauen möchte!

Ziel dieses Events ist, durch kochen oder backen von Gerichten aus Konfliktgebieten auf diese aufmerksam zu machen und um zu zeigen, dass wir nicht weg schauen und die betroffenen Menschen vergessen. Vielleicht hat der eine oder andere auch eine persönliche Geschichte zu diesem Land/Gebiet und möchte sie mit uns teilen.

Krisengebiete gibt es zu genüge. Afghanistan, Irak, Syrien, Nordkaukasus, Mali, Zentralafrika, Somalia, Südsudan, Kongo, Nigeria, Ukraine um nur mal ein paar zu nennen.

Wie soll das ganze ablaufen? Ihr veröffentlicht über einen Kommentar unter diesem Post Euren Link zu Eurem Post. Ich werde alle Links auf einer gesonderten Seite auf meinem Blog sammeln, so dass jeder darauf zugreifen kann. Gerne könnt Ihr auch mein Logo nutzen, einfach hier klicken. Schön wäre es auch, wenn Ihr kurz auf meinen Blog verweist, damit möglichst viele von dem Event mitbekommen und mitmachen. Wichtig: Das Thema ist mir eine Herzensangelegenheit und soll nicht dazu dienen meinen Blog bekannter zu machen (auch wenn dies ein eventueller Nebeneffekt sein könnte)! Ihr könnt bis zum 12. Oktober 2014 mitmachen. Da ich "Cook for Peace" weiterhin als sehr wichtig empfinde, habe ich beschlossen, ein Open-End-Event daraus zu machen. Ich freue mich also weiterhin auf Eure Beiträge.

Ich habe Gaza / Israel als Krisenherd - oder eher Kriegsgebiet - gewählt, da ich noch letztes Jahr in Jerusalem war, und dies eine der schönsten Reisen war, die ich bisher machen durfte. Eine Stadt, die in sich schon ein Krisenherd ist aufgrund der vielen Religionen, die dort nebeneinander leben. Aber auch eine Stadt in der Israelis und Palästinenser zusammen leben. Eine Stadt, in der der Eine nicht in das Viertel des Andere darf, weil er einen anderen Glauben hat, aber alles nur ein Steinwurf auseinander liegt oder gar am gleichen Platz ist.


von links nach rechts: Tempelberg mit al-Aqsa-Moschee * Stadtmauer * Goldene Tor * Olivenbäume am Ölberg




























Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unsicher dort gefühlt, nur die Einreise war für mich sehr aufregend, da ich ich das europäische überschreiten von Grenzen gewöhnt bin (und bisher noch nie in Amerika war). Ich musste bei den Behörden persönlich vorstellig werden, durfte aber ohne weitere Vorkommnisse einreisen, aber Mitreisende mussten sich ganzen Verhören unterwerfen oder wurden noch einmal speziell auf Waffen untersucht. Vielleicht sollte noch erwähnt sein, dass es sich bei meiner Reise um eine organisierte mit Reiseführer handelte.

Schon die Busfahrt nach Jerusalem war total schön, durch Plantagen von Granatapfelbäumen und weitem Land. Atemberaubend war auch der Blick in die Wüste vor Jerusalem, links Wüste, rechts Jerusalem mit grünen Bäumen.

Als erstes sind wir auf den Ölberg gefahren worden. Christen glauben, dass Jesus von dort aus nach seiner Auferstehung in den Himmel gestiegen ist. Der jüdische Glauben besagt, dass der Messias über den Ölberg in Jerusalem einzieht und an seinem Fuße das jüngste Gericht hält. Daher ist ein Großteil des Ölberges auch ein jüdischer Friedhof. Interessanterweise glauben Muslime ebenfalls, das am Fuße des Ölbergs das endzeitliche Gericht statt finden wird.

Vom Ölberg aus hat man einen fantastischen Blick auf Jerusalem. Besonderer Blickfang ist die al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg sowie die alte Stadtmauer mit ihren 8 Toren. Direkt gegenüber vom Ölberg ist das Goldene Tor, allerdings hat der türkische Herrscher Süleymann I. das Tor zugemauert um die Ankunft des Messias am Ende aller Tage zu verhindern. Da hatten die Muslime doch ganz schön Respekt vor dem Judentum.

Blick auf den Ölberg * Jüdischer Friedhof am Ölberg




























Vom Ölberg aus sind wir zu Fuß zum Garten Gethsemani gegangen, wo nach christlichem Glauben Jesus in der Nacht vor seiner Kreuzigung betete und verhaftet wurde. Danach sind wir in Altstadt von Jerusalem gefahren. Sie ist aufgeteilt in ein jüdisches, christliches, armenisches und muslimisches Viertel.

Im jüdische Viertel haben wir die Klagemauer besucht. Hier muss man allerdings erst Sicherheitskontrollen durchqueren. Vor der Mauer zu stehen war ein sehr beeindruckendes Gefühl, welches ich kaum beschreiben kann. Unmittelbar neben der Klagemauer steht auch die al-Aqsa-Moschee.

Von dort aus sind wir ins muslimische Viertel gegangen, welches am Eingang von einem Soldaten mit schwerem Gewähr bewacht wurde, nun, der Anblick war nicht sehr einladend, aber angesichts aller Schwierigkeiten dieses Landes verständlich. Die Via Dolorosa, der Leidensweg Christi, liegt zum größten Teil im muslimischen Viertel. Das war schon ein wenig komisch die einzelnen Stationen des Weges zu besichtigen, da man durch verwinkelte Gässchen mit Treppen durchbrochen gegangen ist, die rechts und links mit lauter Ständen und Geschäften von geschäftstüchtigen Einwohnern gesäumt waren. Man musste sogar aufpassen, dass man keine Station verpasste. Ich fand das ein bisschen schade, da hier der Zauber, den man zuvor an der Klagemauer verspürt hatte, verschwunden war.

 von links nach rechts: Kerzen in der Grabeskirche * Eingang muslimisches Viertel * Klagemauer * Station Via
 Dolorosa (Leidensweg Christi) * Klagemauer





























Im christlichen Teil haben wir die Grabeskirche besucht, hier muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht weiß was mich mehr fasziniert hat, die wirklich schöne Kirche mit unglaublich tollen Mosaikbildern oder die zutiefst gläubigen Menschen um mich herum, die weinend an der Grabstätte Christi hockten. Das war Gänsehaut pur.

Das armenische Viertel haben wir nicht besichtigt.

Die Zeit ist in Jerusalem wie im Fluge vergangen und schon saßen wir wieder im Bus auf dem Heimweg. Durch einen zufälligen Blick war mir noch der christliche Friedhof am Zionsberg aufgefallen. Hier liegt Oskar Schindler begraben. Ja, auch die schreckliche Verfolgung der Juden im 2. Weltkrieg ist ein Teil der Geschichte dieser unglaublichen Stadt.

Gerne würde ich viel mehr von Israel und auch dem Gaza und seine Einwohner kennen lernen, doch leider herrscht dort ein vollkommen überflüssiger Krieg, unter dem so viele unschuldige Menschen leiden müssen.

Orthodox Juden




























Franziskaner Mönche




































Jetzt ist der Post schon so lang geworden, aber Herzensangelegenheiten brauchen schon mal ein paar mehr Worte. Als Rezept habe ich noch einen pikanten Spinatsalat für Euch.
















































Zutaten

    8 Datteln
    2 EL Weißweinessig
    1 kleine rote Zwiebel 
    100 g frischen jungen Spinat
    1/4 Fladenbrot
    2 EL Albaöl
    50 g ganze Mandeln
    1 TL gut gehäuft gemahlener Sumach
    Chiliflocken nach Wunsch
    etwas Zitronensaft
    Salz

    Datteln entkernen und klein schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden. Datteln und Zwiebeln mit Weißweinessig vermischen und zum ziehen an die Seite stellen.

    Spinat gut reinigen und ebenfalls zur Seite stellen.

    Fladenbrot in kleine Stücke schneiden. Öl in einem Topf erhitzen, Fladenbrot und Mandeln hineingeben und bei mittlerer Hitze rösten, bis das Fladenbrot leicht gebräunt und knusprig ist. Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. 

    Die Nuss-Brot-Mischung mit Sumach, Chiliflocken und Salz würzen.

    Spinat, Dattel-Mischung und Nuss-Brot-Mischung in einer großen Schüssel vermischen und mit Zitronensaft beträufeln.


    Das Rezept ist angelehnt an einem Rezept aus dem Jerusalem-Kochbuch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi, eins meiner liebsten Kochbücher (erschienen im DK-Verlag).

    Ich hoffe Euch gefällt die Idee und Ihr habt Lust bekommen mit zu machen, ich würde mich freuen.

    Eure





    Kommentare:

    1. Schöne Bilder hast du da mitgebracht und die Idee ist wirklich gut, vielen Dank für die Einladung. Lustigerweise habe ich eh schon seit längerem einen Post in Planung, der sehr gut zu diesem Event passen würde. Bis zum Oktober sollte ich das gut schaffen. Ich melde mich dann wieder.
      Liebe Grüße, Becky

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      1. Freud mich, dass Dir die Idee gefällt und Du mitmachen möchtest. LG

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    2. Danke für die Einladung. Das ist eine wirklich tolle Idee. Ich schau' mal ob es sich ausgeht und hoffe, dass einige mitmachen. Ganz liebe Grüße, Elli

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      1. Schön, das es Dir gefällt. Ich hoffe auch, dass einige mitmachen. LG

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    3. Ich freue mich über die Einladung und bin dabei! Ich denke, es wird auch ein kulinarischer Beitrag aus Israel.
      Liebe Grüße,

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    4. Hallo Kathrin, so spät, aber er kommt. Bei mir geht es in die Ukraine: http://cookingworldtour.wordpress.com/2014/10/11/ukraine-waffelkuchen-mit-sguschonka/
      Liebe Grüße, Becky

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